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Transparenzbericht 2019

Vorbemerkung

Mit diesem Transparenzbericht macht die Lebenshilfe Steinburg gGmbH der Öffentlichkeit deutlich, wer sie ist, was sie macht und wofür sie ihre Mittel einsetzt. Grundlage des Berichtes ist ein Beschluss der Gesellschafterversammlung der Lebenshilfe Steinburg gGmbH, den Corporate Governance Kodex des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein e.V., Kiel anzuwenden.

Die nachfolgende Darstellung orientiert sich an den Kriterien der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“. Die Angaben geben den Stand zum 31.12.2019 wieder.

 

 1.    Name, Sitz Anschrift, Gründungsjahr

Lebenshilfe Steinburg gGmbH
Einhardstraße 37
25524 Itzehoe
Sitz der Gesellschaft: Itzehoe
Gründungsjahr: 2004

 

2.    Wesentliche Dokumente

Satzung
Leitbild

 

3.    Gemeinnützigkeit

Die Lebenshilfe Steinburg gGmbH verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ des § 51 Abgabenordnung.

Mit Datum vom 18. Oktober 2019 ist durch das Finanzamt Itzehoe ein Freistellungsbescheid zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer erteilt worden (Freistellungsbescheid).

 

4.    Wesentliche Entscheidungsträger

Organe der Gesellschaft, die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Gesellschafterversammlung:

Stiftung PARITÄT Schleswig-Holstein
vertreten durch den Vorstand

  • Günter Ernst-Basten
    Diplom-Psychologe

Joachim Zunker
Jurist

Geschäftsführung:                            

  • Enno Blohm
    Geschäftsführer
  • Matthias Creydt
    Diplom-Sozialpädagoge
    Einrichtungsleiter / Einzelprokurist

 

5.    Bericht über die Tätigkeit der Lebenshilfe Steinburg gGmbH im Jahr 2019

2019 war mit Blick auf verschiedene Projekte, Bautätigkeiten und der Weiterentwicklung der pädagogischen Angebote der Lebenshilfe Steinburg zusammengefasst ein sehr herausforderndes Jahr. Das galt in unterschiedlichster Ausprägung und Intensität für die Geschäftsführung, die pädagogischen Leitungskräfte, die Fachkräfte in den Geschäftsbereichen sowie die Verwaltungs- und Dienstleistungskräfte.

Im Einzelnen:

1. Geschäftsbereich Kindertagesstätten

1.1 Standort Itzehoe

Mit Fertigstellung eines Neubaus für die Verwaltung, die Offenen Hilfen sowie Schaffung eines Schulungs- und Veranstaltungsbereiches wurden die frei gewordenen Räume überplant und durch diverse Umbauten neu geordnet. Hervorzuheben war dabei die Schaffung eines Bewegungs- und Therapieraumes mit Motorikzentrum.  In weiteren Räumen wurde sowohl ein Lager für Bastel- und Betreuungsmaterialen, sowie für Hilfsmittel und Fahrzeuge der Kinder eingerichtet. Darüber hinaus konnte nach vielen Jahren der Doppelbelegung auch ein angemessener und abgeschlossener Raum für den Aufenthalt der Fachkräfte außerhalb der direkten Betreuungszeiten geschaffen werden. Ein zusätzlicher, vom Tagesgeschehen der Einrichtung deutlich getrennter Raum für Elterngespräche runden das neue Raumkonzept ab.

 

1.2 Standort Borsfleth / Krempe

Im Dezember 2018 konnte nach langwierigen Verhandlungen und Erledigung eines erforderlichen Bodenaustausches durch die Kirchengemeinde endlich der Kaufvertrag für die neue Einrichtung in Krempe unterzeichnet werden. Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass über 18 Jahre anhaltende „Provisorium“ in Borsfleth zu lösen und unter deutlich besseren räumlichen Bedingungen die pädagogische Arbeit in den Kleingruppen am neuen Standort in Krempe fortzusetzten. Das Jahr 2019 war insofern von der Planung und Abwicklung erforderlicher Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen geprägt. Dabei kam zu Tage, dass die Bauausführung aus dem Ursprungsjahr 1972 den Kostenrahmen deutlich sprengt. Die Planung wurde dahingehend angepasst, von den Gesellschaftern erneut genehmigt und als Mehrkosten beim Kreis Steinburg in die Verhandlungen der Investitionskosten eingebracht.

Der Einzug in die neuen Räume in Krempe konnte noch vor Weihnachten 2019 erfolgen. Nun stehen für die zwei Kleingruppen mit über 200 qm hervorragende Möglichkeiten für die pädagogische Betreuung in modern ausgestatteten Räumen zur Verfügung. Wie in Itzehoe wurde auch in Krempe ein Motorikzentrum eingerichtet. Das Außengelände wurde ebenfalls mit neuen Spiel- und Lerngeräten ausgestattet, so dass die Fläche des Geländes von rd. 1.500 qm für unterschiedliche Spiel- und Bewegungsangebote sehr gut genutzt werden kann.

 

Mit Überführung der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII in an das neue Bundesteilhabegesetz nach SGB IX waren zum 01.01.2020 sog. Überleitungsvereinbarungen für die Kindertagesstätten zu schließen. Diese Vereinbarungen regeln zunächst bis zum 30.07.2020 eine pauschale Fortschreibung der Vergütung und sollen Zeit zur Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen – auch eines neuen Kitagesetztes auf Landesebene – geben.

 

2. Geschäftsbereich Mobile Dienste

Mit Spannung wurde der Abschluss der Verhandlungen gem. § 46 SGB IX zur künftigen Ausgestaltung der Komplexleistung zum 31.12.2019 erwartet. Hier sind tatsächlich wesentliche Änderungen erreicht worden, die die Einrichtung einer IFF (Interdisziplinäre Frühförderstelle) in greifbare Nähe rücken lassen. Insbesondere die Vereinfachung der Zugangswege zur Inanspruchnahme der Hilfe, die Lockerung der Bedingungen für die medizinischen Therapeuten, sowie die Möglichkeit zur ambulanten Leistungserbringung und zur Zusammenarbeit mit ortsnahen Kooperationspartnern werden zu einer deutlichen Ausweitung der Komplexleistung führen.

Bereits seit 2017 gibt es Überlegungen, gemeinsam mit einem großen Träger von Kindertagesstätten die strukturellen Probleme in der Betreuung und Förderung von Kindern mit Teilhabeeinschränkung zu überwinden und in kooperativer Beziehung den Betrieb der Integrationsgruppen durch die Lebenshilfe sicherzustellen. Die Voraussetzungen für die Bildung eines Gemeinschaftsbetriebes haben wir in 2019 rechtlich prüfen lassen und unsere Vorschläge zur Konkretisierung der Kooperation dem Kostenträger und der Kosoz mitgeteilt. Eine abschließende Antwort steht derzeit allerdings noch aus.

Die Raumsituation der mobilen Dienste in der Gasstraße, Itzehoe, war durch starkes Wachstum in den letzten Jahren zunehmend angespannt. Zwar konnten vom Vermieter immer wieder zusätzliche Flächen angeboten werden. Dadurch sind jedoch auch viele Flur- und Verkehrsflächen dazu gekommen, die einen geordneten Geschäftsablauf erschwerten. Auch die erhöhten Anforderungen des Datenschutzes konnten nur eingeschränkt erfüllt werden. Daher wurde entschieden, die Anmietung eines neuen Standortes in Itzehoe zu prüfen.

Nach intensiver Sondierung des Marktes für Büroimmobilien – insgesamt fünf Objekte wurden besichtigt und geprüft – konnte im Herbst 2019 nach Umlaufbeschluss durch die Gesellschafter ein Mietvertrag für die Dorfstrasse 28b in Itzehoe abgeschlossen werden. Im Dezember 2019 haben die Gesellschafter das Budget für erforderliche Umbau- und Renovierungsarbeiten genehmigt. Die Umsetzung und der anschließende Umzug fallen in das Frühjahr 2020 und werden nochmaligen Zeitaufwand außerhalb des üblichen Tagesgeschehens in Anspruch nehmen.

Im Dezember 2018 wurde die Einführung einer Softwarelösung für Frühförderstellen zur Informationserfassung und Auswertung beauftragt. Die Dringlichkeit einer stabilen datenbankgestützten Softwarelösung für die mobilen Dienste hatte sich bereits in der Vergangenheit abgezeichnet. Die manuelle Datenerfassung, Verknüpfung der Daten über lediglich eine Excel-Datei sowie fehlende Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung bedeuteten ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Vor dem Hintergrund des erreichten Volumens an Fachleistungsstunden und der Tatsache, dass das Wissen um die Zusammenhänge der Daten in Händen weniger Personen liegt, war eine Entscheidung dringend zu treffen.

Das Consulting für die Einführung der Software erfolgte im Frühjahr 2019. Das weitere Jahr 2019 war mit der Ersteingabe umfänglicher Datensätze und der Erprobung sowie Anpassung diverser Module zeitlich stark beansprucht. Die vielfältigen Anforderungen sowie die parallele Einführung des Systems im Geschäftsbereich der Offenen Hilfen führen dazu, dass der Echtstart erst in 2020 mit flankierender Begleitung durch ein weiteres Softwareconsulting erfolgen wird.

Mit Überführung der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII in an das neue Bundesteilhabegesetz nach SGB IX waren zum 01.01.2020 sog. Überleitungsvereinbarungen auch für die mobilen Dienste zu schließen. Diese Vereinbarungen regeln zunächst bis zum 31.12.2021 eine pauschale Fortschreibung der Vergütung und sollen Zeit zur Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen geben.

 

3. Geschäftsbereich Offene Hilfen / Schulbegleitung

Der Bereich Schulbegleitung hat in den letzten Jahren stark zum Wachstum der Lebenshilfe Steinburg beigetragen. Die Ausweitung des Umsatzes und die Gewinnung zahlreicher Mitarbeitenden darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Wachstum ertragsschwach ist. Insbesondere die Vergütung für Leitung & Verwaltung aber auch für Sachausstattung und Fortbildung deckt im Hinblick auf den hohen administrativ zu leistenden Aufwand keineswegs die Kosten. Diesem Umstand wird mit bereits seit langer Zeit geführten Verhandlungen des Leistungsangebotes Schulbegleitung SGB XII Rechnung getragen. Der Abschluss scheiterte bisher jedoch insbesondere an den angebotenen Stellenanteilen für Leitung & Verwaltung. Da bis dato noch keine Leistungsvereinbarung vorliegt, bleibt der Weg in die Schiedsstelle – auch nach juristischer Prüfung und Beratung im Kreis der Gesellschafter – zunächst verwehrt. Auch ein letzter Kompromissvorschlag im Dezember 2019 konnte nicht erfolgreich platziert werden, da die Verhandlungen seitens der KOSOZ ohne weiteres Engagement als gescheitert erklärt wurden. Als Folge wurden alle Einzelvereinbarungen Anfang 2020 von der Lebenshilfe Steinburg gekündigt mit dem Ziel, zumindest eine weitere Übergangsvereinbarung zu deutlich verbesserten Konditionen zu vereinbaren. Dieses Ziel konnte erreicht werden mit der eigenen Maßgabe, in 2020 auf Grundlage des SGB IX eine neue Leistungs- und Vergütungsvereinbarung abschießend zu verhandeln.

Mit Fertigstellung des neuen Gebäudes für die Verwaltung konnte der Mietvertrag für Räumlichkeiten der Offenen Hilfen gekündigt werden. Die Anfang 2019 geschaffene Nähe zur Verwaltung und zur Einrichtungsleitung haben im Zeitablauf des Jahres 2019 schon viele Vorteile gebracht und Schnittstellen deutlich optimiert. Auch der neue Schulungs- und Veranstaltungsbereich wird u.a. durch die Offenen Hilfen für Dienstbesprechungen intensiv in Anspruch genommen.

Im Bereich der familienunterstützenden Angebote wurde 2019 erstmals ein gemeinsames Freizeitangebot während der Schulferien mit dem Verein „Kopf hoch“ konzipiert und als Angebot der Lebenshilfe durchgeführt. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Altersstruktur der angemeldeten Kinder/ Jugendlichen konnten zwei parallele Angebote für unterschiedliche Altersgruppen an 2 Standorten angeboten werden.

Zur Unterstützung der Fortbildungsangebote für Mitarbeitende im FuD (Familienunterstützender Dienst) hat sich die Lebenshilfe an einem vom Landesverband initiierten e-learning-Angebot beteiligt und benötigte Fortbildungskontingente eingekauft. Die Durchführung der Module wird erst in 2020 stattfinden können, wird aber einen entscheidenden Beitrag zur Erbringung der gem. Alltagsförderungsverordnung (AFöVO) geforderten Fortbildungen der eingesetzten Mitarbeitenden leisten.

 

4. Verwaltung und Organisation

Nachdem die Gesellschafter bereits 2017 einen Beschluss zur Errichtung eines Gebäudes für die Verwaltung, die Offenen Hilfen sowie für Veranstaltungen und Schulungen gefasst hatten, konnte der Bau Anfang 2019 bezogen werden. Dieser Umzug hat – wie oben beschrieben – für die Kita in Itzehoe Möglichkeiten zur Überplanung der frei gewordenen Räume gebracht aber auch für die Bürosituation der Verwaltung und der Einrichtungsleitung neue Abläufe in der Büroorganisation ermöglicht.

Mit den Umzügen und der Anschaffung einer Softwarelösung im Geschäftsbereich der mobilen Dienste war auch die EDV-Architektur der Gesamteinrichtung zu überarbeiten. Neben der Anschaffung neuer Servergeräte wurde die Software auf Client-Server Anwendungen umgestellt. Dieses ermöglicht u. A. zentrale Softwareanpassungen (MS Office), geordnete Vorkehrungen zur einheitlichen und zeitgerechten Datensicherung sowie ein deutlich höheres Maß an Abwehrmöglichkeiten für Eingriffe von außen auf die Soft- und Hardware (Firewall, Spamfilter etc.)

Nachdem die Entgeltabrechnung bereits 2016 an einen externen Dienstleister vergeben wurde, war auch die lokal installierte Softwareanwendung im Bereich des Finanz- und Rechnungswesen mit Wirkung auf den 01.01.2020 anzupassen. Nach Prüfung verschiedenen Optionen wurde Mitte 2019 entschieden, auf das DATEV System des Steuerberaters hwp, Glückstadt umzustellen. In diesem System sind die Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Kostenrechnung und Anlagebuchhaltung integral verbunden. Die Anwendung auf unserem Client-Server System mit Integration des Zahlungsverkehrs über unsere Hausbank ermöglicht eine zügige Bearbeitung aller laufenden Geschäftsvorfälle. Die Einrichtung des Systems und Schulung der Kolleginnen und Kollegen konnte im Herbst 2019 erfolgreich abgewickelt werden. Der Echtstart am 01.01.2020 ist erfolgt. Weitere Optionen des Systems (Integration der Daten aus dem System der mobilen Dienste, Datenübernahme aus der Entgeltabrechnung, Digitale Archivierung der Belege) werden in 2020 und 2021 sukzessive umgesetzt und zur Anwendung kommen.

 

6.    Personalstruktur der Lebenshilfe Steinburg gGmbH

Im Kalenderjahr 2019 wurden durchschnittlich 155 Arbeitnehmer/-innen gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

 

7.    Mittelherkunft

Zusammensetzung

T Euro

Umsatzerlöse                                

4.986

Sonstige Erträge

113

Spenden

15

Zinserträge

14

Gesamterträge

5.128


8.    Mittelverwendung

Zusammensetzung

T Euro

Personalaufwand

4.586

Abschreibungen

163

Sonstige Personalkosten

40

Raumkosten / Mieten

69

Betreuungsaufwand

52

Kraftfahrzeugkosten / Reisekosten

58

Rechts- und Beratungskosten /

Versicherungen / Beiträge

71

Sonstige Aufwendungen

118

Entnahme aus den Rücklagen

-29

Gesamte Aufwendungen

5.128

Der Jahresabschluss 2019 wurde – wie in den Vorjahren – einer freiwilligen Prüfung unterzogen. Das Testat wurde von Jander&Partner, Wirtschaftsprüfer, Kiel am 29.06.2020 ohne Einschränkungen erteilt.

 

9.    Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

Beteiligungen und verbundene Unternehmen des Verbandes

Die Lebenshilfe Steinburg gGmbH ist als Gesellschafter an folgender Gesellschaft der Sozialen Arbeit mit 25 % beteiligt (Stand 31.12.2019):

LeDie - Lebenshilfe Dienstleistungs- und Beratungsgesellschaft mbH,
Am Kirchhof 10, 23611 Bad Schwartau

 

10.  Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als 10% der gesamten Jahreseinnahmen ausmachen

Keine