Transparenzbericht
Vorbemerkung
Mit diesem Transparenzbericht macht die Lebenshilfe Steinburg gGmbH der Öffentlichkeit deutlich, wer sie ist, was sie macht und wofür sie ihre Mittel einsetzt. Grundlage des Berichtes ist ein Beschluss der Gesellschafterversammlung der Lebenshilfe Steinburg gGmbH, den Corporate Governance Kodex des PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein e.V., Kiel anzuwenden.
Die nachfolgende Darstellung orientiert sich an den Kriterien der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“. Die Angaben geben den Stand zum 31.12.2025 wieder.
1. Name, Sitz Anschrift, Gründungsjahr
Lebenshilfe Steinburg gGmbH
Einhardstraße 37
25524 Itzehoe
Sitz der Gesellschaft: Itzehoe
Gründungsjahr: 2004
2. Wesentliche Dokumente
3. Gemeinnützigkeit
Die Lebenshilfe Steinburg gGmbH verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ des § 51 Abgabenordnung.
Mit Datum vom 23. März 2025 ist durch das Finanzamt Itzehoe ein Freistellungsbescheid zur Körperschaftsteuer und zur Gewerbesteuer erteilt worden.
4. Wesentliche Entscheidungsträger
Organe der Gesellschaft:
Gesellschafterversammlung:
- Stiftung PARITÄT Schleswig-Holstein
vertreten durch den Vorstand
Geschäftsführung:
- Enno Blohm
Geschäftsführer - Matthias Creydt
Einrichtungsleiter / Einzelprokurist
5. Bericht über die Tätigkeit der Lebenshilfe Steinburg gGmbH im Jahr 2025
5.1. Kindertagesstätten
Das Jahr 2025 lässt viel berichten. Neue Projekte als auch bereits verstetigte Prozesse haben das vergangene Jahr abwechslungsreich und positiv gestaltet.
Im Januar fand unsere Supervision für alle Mitarbeiter*innen innerhalb ihrer Teams statt. Unsere Supervisorin begleitete uns an drei Tagen in der Auseinandersetzung mit ganz unterschiedlichen und individuellen Themenschwerpunkten.
Im Februar wurden in Itzehoe und Krempe die Faschingsfeste gefeiert. Wie jedes Jahr freuten sich die Kinder und Erwachsenen auf einen bunten Tag voller Musik, verschiedenste Kostüme und eine Menge Spiele.
Nachdem der Osterhase allerlei Kleinigkeiten für die Kinder in der Kita versteckte folgten als nächstes Highlight die Dreharbeiten zu unserem Imagefilm. Mitte Mai erhielten wir in der Kita Besuch von einem professionellen Filmteam, welches einen ganzen Vormittag die Kita in ein Filmset verwandelte. Wo zuerst noch Aufregung zu spüren war, wuchs durch die Leichtigkeit der Kinder schnell eine Atmosphäre von Spaß und Vertrauen. Das Ergebnis dieser Dreharbeiten ist ein Film, der die Kitas lustvoll und bunt darstellt. So wie die Kinder den Alltag erleben und lieben.
Ebenfalls Anfang Mai wurden wir von der Stadt Itzehoe wieder zum Itzehoer Jahrmarkt eingeladen. Hier wurden die Kindergartenkinder mit ihren Familien einen Nachmittag vor Öffnung des Jahrmarktes von Schaustellern eingeladen eine exklusive Führung zu bekommen.
Bereits im Herbst 2024 wurde die Neuanschaffung von Fahrzeugen für unseren Fahrdienst der Kitas geplant und in Auftrag gegeben. Die neuen Busse wurden im Sommer 2025 geliefert, ausgestattet und von außen farbenfroh gestaltet.
Im Herbst konnte die Finanzierung eines rollstuhlgerechten Verkehrsgartens abgeschlossen werden. Bei dieser Idee wurden wir äußerst großzügig vom Lions Club Itzehoe unterstützt. Der Verkehrsgarten soll im Laufe des Jahres 2026 im Außenbereich der Kita Itzehoe entstehen.
Bildung sollte auch für unsere Mitarbeiter*innen im Jahr 2025 nicht fehlen. Zu Beginn des Jahres fanden mehrere Onlineveranstaltungen des Förderzentrums Sehen mit dem Thema „Gebärdensnacks“ statt. Mehrtägige Fortbildungen für einzelne Kolleg*innen zum Thema „Traumapädagogik in Kindertagesstätten“ waren durch den Wendepunkt in Elmshorn möglich und einige unserer Kolleg*innen gaben selbst betriebsinterne Fortbildungen zu den Themen „Unterstützte Kommunikation“ und „Traumapädagogische Grundlagen“ für unseren Bereich der Schulbegleitung. Die Kollegiale Beratung sollte im Jahr 2025 ebenfalls zu einer festen Instanz für unsere Teamzusammenarbeit werden. Diese hat an vier Terminen stattgefunden, um Anliegen von Kolleg*innen in eigener Kraft und durch unser multiprofessionelles Team bearbeiten zu können.
Eine weitere gute Neuigkeit ist die Ausweitung des gestalttherapeutischen Projektes in die Kita Krempe. Eine ehemalige Kollegin kommt nun im Winterhalbjahr an zwei Vormittagen in je eine unserer Kitas, um dort mit Kindern Kunst und Gestaltung im Kontext der individuellen kindlichen Entwicklung zu erfahren.
Das offene Beratungsangebot wurde 2025 weiterhin stark angefragt. Eine stetig wachsende Nachfrage der Kitas im Kreis ließ die Anzahl der Beratungen, welche wir vor Ort in den Kitas durchführen, auf 31 Gespräche steigen. Auch die regulären Termine für Beratungsgespräche im vorgesehen wöchentlichen Tonus haben durch die Anfragendichte eine Wartezeit von ca. 1 – 2 Monaten.
Eine sehr bedeutsame und generationsübergreifende Kooperation entstand mit der DRK Schwesternschaft Itzehoe. Eine Kollegin hat dieses schöne und bereichernde Projekt initiiert und fährt nun regelmäßig mit einer Gruppe von Kindern aus unserer Kita Itzehoe zum Generationstreffen. Diese Treffen sind trotz oder gerade durch einen Altersunterschied von ungefähr 60 – 80 Jahren sehr besonders.
Zum Abschluss des Jahres kam die besinnliche Weihnachtszeit, welche mit dem Besuch des Weihnachtsmanns den Höhepunkt der Dezemberzeit erfuhr und gleichzeitig die Weihnachtsferien einläutete.
Vielen Dank an alle Unterstützer*innen, Begleiter*innen und Kolleg*innen für dieses tolle Jahr. Wir freuen uns auf alles Schöne, Bedeutsame und Herausfordernde im Jahr 2026.
5.2 Für Eltern und ihre tollen Kinder / Elternvertretung
Erfreuliches gibt es aus unser Elternvertretung zu berichten. Diese wächst stetig, so dass sich neben Eltern der aktuellen Kindergartenkinder auch Eltern von ehemaligen Kindergartenkinder regelmäßig zum Austausch treffen.
Die Elternvertreter treffen sich 4x jährlich in den Räumlichkeiten der heilpädagogischen Kitas.
Dazu erhalten sie einmal im Monat Post von der pädagogischen Leitung mit allerlei Neuigkeiten zu aktuellen Themen aus den Kitas, politischen Entwicklungen, der Umsetzung von Inklusion in Kindertagesstätten und Übersichten von Fortbildungsangeboten für Eltern,
Die Eltern sind wahre Experten rund um Themen, die ihre Kinder mit Teilhabeeinschränkungen betreffen und profitieren wechselseitig von ihren Erfahrungen. Um diese Erfahrungen möglichst mit allen zu teilen entstand im letzten Jahr, zu dem bereits bestehenden großen Netzwerk der Familien untereinander, der „Markt der Möglichkeiten“. Hier stellen Eltern ihre erworbenen Kenntnisse über Therapieansätze, Rehakliniken, spezielle Fördermöglichkeiten, Freizeitangebote u.ä. vor. Interessierte Eltern können sich über Email melden und werden dann an die jeweiligen „Experten“ für dieses Thema weitergeleitet. Mit wachsender Elternvertretung entwickelt sich auch der Markt der Möglichkeiten.
Vielen unserer Familien war die Arbeit des Familiennetzwerks Steinburg e.V. (ehemals Lebenshilfe Elternverein) nicht bekannt und auch die Mitglieder des Vereins kannten unsere engagierte Elternvertretung nicht.
Diese Lücke konnte nun im letzten Jahr geschlossen werden.
Der Verein stellte sich im Rahmen einer Versammlung der Elternvertreter vor und schnell war klar, dass das Wissen auf beiden Seiten in Form einer gemeinsamen Zusammenarbeit gebündelt werden muss. So erfuhr das Familiennetzwerk Steinburg e.V. im letzten Jahr großen Zuwachs an neuen Mitgliedern.
Viele der neuen Mitglieder sind Familien aus den beiden heilpädagogischen Kindertagesstätten der Lebenshilfe, dadurch halten auch wieder verstärkt Themen und Anforderungen von Familien mit Kindern im vorschulischen Alter Einzug in die Arbeit des Familiennetzwerkes. An jeweils zwei Terminen im Jahr treffen sich nun interessierte Familien aus den Kitas mit Mitgliedern des Familiennetzwerkes und arbeiten an gemeinsamen Themen.
5.3 Mobile Dienste
2025 nutzten erneut viele Kinder und Eltern aus dem Kreis Steinburg unsere Förder- und Beratungsangebote. Unsere Fallzahlen in der mobilen Frühförderung und im offenen Beratungsangebot sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Besonders erfreulich: Wir konnten unser Team um sieben neue Fachkräfte erweitern – inklusive unserer Therapiehündin Frieda als besondere Unterstützung im pädagogischen Alltag.
Unsere Mobilen Dienste bleiben nicht nur im wörtlichen Sinne „mobil“, sondern passen auch ihre Angebote flexibel an die Bedarfe von Kindern, Familien und Kindertageseinrichtungen an.
Das haben wir 2025 erreicht:
- Rund 45 pädagogische und therapeutische Fachkräfte arbeiteten in den Mobilen Diensten.
- Im Durchschnitt begleiteten wir etwa 225 Kinder im Kreis Steinburg. Die heilpädagogische Frühförderung und Komplexleistungen fanden in rund 50 Kindertagesstätten und Tagespflegeeinrichtungen, im häuslichen Umfeld sowie in den Räumen unserer IFF statt.
- Über unser offenes Beratungsangebot lernten wir 56 Kinder unter drei Jahren und ihre Familien kennen und unterstützten sie bei der Vermittlung in weiterführende Angebote.
- Neuaufnahmen in der Frühförderung setzen wir weiterhin so schnell wie möglich um. Aufgrund der hohen Nachfrage kam es 2025 jedoch – und voraussichtlich auch künftig – zu Wartezeiten, da unser Team voll ausgelastet ist.
- Unsere Projekte der Frühen Hilfen „Entwicklungspsychologische Beratung“ und „Schutzengel on Tour“ wurden erfolgreich fortgeführt.
- Wir haben tiergestützte Therapie mit unserer Therapiehündin Frieda in unseren Arbeitsalltag integriert.
- Unser systemisches Beratungsangebot für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen wurde auch 2025 weitergeführt.
- Unser Informations- und Fortbildungsangebot zum Thema Autismus bei Kindern hat sich etabliert und wurde sowohl in verschiedenen Kindertageseinrichtungen als auch intern für Mitarbeitende angeboten.
Mit diesen Entwicklungen blicken die Mobilen Dienste auf ein sehr positives Jahr 2025 zurück – mit vielen gelungenen Entwicklungen, engagierten Mitarbeitenden und bereichernden Begegnungen.
5.4 Offene Hilfen
- Offener Ganztag (OGT)
Der offene Ganztag stand 2025 unter dem Motto „professionelle Weiter-entwicklung“ Das Team hat sich im letzten Jahr durch Fortbildung und pädagogisch fundierten Dienstbesprechungen deutlich weiterentwickelt. Die Kinder besuchen durchweg gerne das neue Angebot und wir sammeln weiter Erfahrung und entwickeln im Austausch mit der Steinburg-Schule das pädagogische Konzept weiter. Alle Plätze in den Gruppen waren voll belegt und wir konnten nicht allen Kindern einen Platz anbieten.
- Schulbegleitung
Im Bereich der Schulbegleitung ist, wie bereits in den Vorjahren ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen. Unsere Koordinator*Innen leisten durch regelmäßige Hospitationen sowie durch strukturierte Gespräche in den Schulen einen wesentlichen Beitrag zur fortlaufenden Qualitätssicherung und -entwicklung.
Wie in den Vorjahren ist festzustellen, dass die zu begleitenden Kinder zunehmend herausforderndes Verhalten zeigen und teilweise erhebliche Schwierigkeiten haben, sich angstfrei im schulischen Umfeld zu bewegen. Darüber hinaus ist eine Zunahme von Gewaltvorfällen im schulischen Kontext zu beobachten. Diese Entwicklungen führen zu einer deutlichen Steigerung der Anforderungen an unsere Schulbegleitungen.
Vor diesem Hintergrund kam dem kontinuierlichen Austausch mit unseren Mitarbeiter*Innen auch im Jahr 2025 eine besondere Bedeutung zu. Ziel war es, eine verlässliche fachliche Unterstützung sicherzustellen und die Handlungssicherheit im Arbeitsalltag zu stärken. Hierzu wurden – in Anknüpfung an das Vorjahr – Fortbildungsmaßnahmen zu den Themen Autismus-Spektrum-Störungen, Traumapädagogik, Gesprächsführung sowie zum professionellen Umgang mit Gewalt im schulischen Kontext durchgeführt. Die Angebote richteten sich sowohl an Schulbegleitungen als auch an Mitarbeitende des Familienunterstützenden Dienstes (FuD). Ergänzend fanden regelmäßig Dienstbesprechungen statt, die einen vertieften fachlichen Austausch sowie die Reflexion praktischer Erfahrungen ermöglichten.
- Familienunterstützender Dienst
Im Familienunterstützenden Dienst (FuD) besteht weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Bedarf der Eltern und der begrenzten Anzahl an Ehrenamtlichen, die für die Begleitung von Kindern mit Teilhabeeinschränkungen zur Verfügung stehen. Ungeachtet dessen konnten in unserer Kindertagesstätte zwei Wochen „Ferientrubel“ mit insgesamt 14 teilnehmenden Kindern erfolgreich umgesetzt werden.
Das Gruppenangebot „Kulturtreff“ für junge Erwachsene wurde auch im Jahr 2025 mit anhaltend hoher Resonanz fortgeführt. Es gab schöne gemeinschaftliche Aktivitäten, darunter Kochabende, Kinobesuche, der Besuch eines Weihnachtsmarktes sowie Diskobesuche.
Im Jahr 2025 wurde zudem, in Fortführung der bisherigen Praxis, erneut eine Wochenendfahrt des Kulturtreffs an die Ostsee realisiert.
Erstmalig wurden im Jahr 2025 ergänzend Samstagsausflüge für bis zu sechs Kinder angeboten. Die Gruppen machten u.a. Ausflüge in den Tierpark.
6. Personalstruktur der Lebenshilfe Steinburg gGmbH
Im Kalenderjahr 2025 wurden durchschnittlich 273 (VJ: 255) Arbeitnehmer/-innen gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.
7. Mittelherkunft
| Zusammensetzung | T Euro |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 11.273 |
| Sonstige Erträge | 300 |
| Spenden | 15 |
| Zinserträge | 69 |
| Gesamterträge | 11.657 |
8. Mittelverwendung
| Zusammensetzung | T Euro |
|---|---|
| Personalaufwand | 9.762 |
| Abschreibungen | 177 |
| Sonstige Personalkosten | 104 |
| Raumkosten/Mieten/Instandh. | 171 |
| Betreuungsaufwand | 76 |
| Kraftfahrzeugkosten/Reisekosten | 87 |
| Rechts- und Beratungskosten/ Versicherungen/Beiträge | 61 |
| Sonstige Aufwendungen | 562 |
| Zuführung zu den Rücklagen | 657 |
| Gesamte Aufwendungen | 11.657 |
Der Jahresabschluss 2025 wurde – wie in den Vorjahren – einer freiwilligen Prüfung unterzogen. Das Testat von Jander&Partner, Wirtschaftsprüfer, Kiel wurde am 19.06.2026 ohne Einschränkungen erteilt.
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten
Beteiligungen und verbundene Unternehmen
keine
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als 10% der gesamten Jahreseinnahmen ausmachen
keine



